FAQ Kommanditbeteiligung


Was bedeutet die Kommanditbeteiligung?

Nach dem gesetzlichen Leitbild besteht eine Kommanditgesellschaft aus einem kleinen überschaubaren Kreis von Gesellschaftern, wobei ein Teil – die Komplementäre – unbeschränkt haftet. Eine GmbH & Co KG ist eine Sonderform der Kommanditgesellschaft, deren Komplementär eine Kapitalgesellschaft (vorzüglich eine GmbH) ist, bei dem keine natürliche Person die unbeschränkte Haftung trägt. Während der Komplementär der eigentliche Unternehmer ist, ist die Funktion der Kommanditisten demgegenüber auf die Rolle eines Geldgebers beschränkt. 

Wer kann sich beteiligen?

Allgemein: Jede natürliche (Privat-)Person, die volljährig ist und in Österreich ihren Wohnsitz hat, kann sich beteiligen. Auch Kapital- und Personengesellschaften können sich beteiligen – dazu ist die Vertretung durch eine berechtigte, natürliche Person erforderlich. Die Mindesteinlage ist ebenso wie die Beteiligungsart (z.B. Einmalanlage) und das Beteiligungsverhältnis (z.B. Beteiligung über eine Treuhänderin) im Kapitalmarktprospekt geregelt.

Was bekomme ich für mein Geld?

Wie bei den Komplementären kommt auch beim Kommanditisten die wirtschaftliche Beteiligung im Kapitalanteil zum Ausdruck. Mangels abweichender Vereinbarung im Gesellschaftsvertrag bestimmt sich die Beteiligung an der Gesellschaft nach dem Verhältnis des Wertes der vereinbarten Einlagen (Kapitalanteil). Der Kommanditist erhält sohin eine Beteiligung am Ergebnis und Vermögen. Die rechtliche Basis bildet der Kapitalmarktprospekt. 

Was sind meine Rechte?

Den Anlegern stehen als Kommanditisten eingeschränkte Informations-, Kontroll- und Mitwirkungsrechte zu. Besonderheiten in Bezug auf Geschäftsführung, außerordentliche Kontrollrechte, Vertretungsbefugnis, Entnahmerecht und Beschlussfassung regelt der jeweilige Gesellschaftsvertrag.

Was sind meine Risiken?

Die Haftung des Kommanditisten ist auf die im Firmenbuch eingetragene Haftsumme beschränkt. Sonderbestimmungen hinsichtlich einer unmittelbaren Haftung gegenüber Gesellschaftsgläubigern, ein über die Kapitaleinlage hinausgehende Zahlungs- oder Nachschusspflichten sowie nachträgliche Erhöhungen der Haftsummen regelt der jeweilige Gesellschaftsvertrag. 

Habe ich ein Rücktrittsrecht?

Jedem Verbraucher steht ein 14-tägiges Rücktrittsrecht ab Beteiligung zu. Sollte das Rücktrittsrecht ausgeübt werden, wird ehestmöglich (spätestens aber innerhalb von 10 Bankarbeitstagen) das Kapital vom Treuhänder, der Lemon Way KGaA, rückerstattet. Sollten Sie nicht innerhalb von 14 Tagen zurücktreten, gilt der im Gesellschaftsvertrag geregelte Kündigungsverzicht.

Wer verwaltet das Kapital?

Der gesamte Finanztransfer auf HOME ROCKET wird durch die Lemon Way KGaA – als zugelassene Treuhänderin – durchgeführt. Die Treuhänderin nimmt Ihren Investitionsbetrag über ein insolvenzgesichertes Treuhandkonto entgegen. In Folge dessen wird die Treuhänderin angewiesen, das Kapital vereinbarungsgemäß an das Unternehmen oder deren Treuhänderin auszuschütten.

Gibt es eine Fundingschwelle oder ein Fundinglimit?

Es gibt bei Beteiligungsmodellen keine Fundingschwelle. Das maximale Platzierungsvolumen ist im Kapitalmarktprospekt festgelegt.

Wie lange bin ich an meine Investition gebunden?

Die Mindestlaufzeit der Veranlagung ist im Kapitalmarktprospekt geregelt. In diesem Zeitraum verzichten die Anleger auf die Ausübung des ordentlichen Kündigungsrechts. Nach der Mindestlaufzeit ist eine ordentliche Kündigung möglich.

Kann ich schon früher gekündigt werden?

Die Mindestlaufzeit der Veranlagung ist im Kapitalmarktprospekt geregelt. In diesem Zeitraum verzichten die Anleger auf die Ausübung des ordentlichen Kündigungsrechts. Nach der Mindestlaufzeit ist eine ordentliche Kündigung möglich.

Kann ich meine Beteiligung verkaufen oder verschenken?

Prinzipiell gilt die Unübertragbarkeit des Gesellschaftsanteils bzw. der Mitgliedschaft. Über ihn kann nur verfügt werden, sofern dies im Gesellschaftsvertrag vorgesehen ist oder die übrigen Gesellschafter ihre Zustimmung erklären. 

Worauf ist bei der Besteuerung zu achten?

Vor Zeichnung der Veranlagung wird jedem Anleger empfohlen, zur genauen Erörterung und Klärung steuerlicher Fragen, insbesondere auch in Hinblick auf seine persönliche steuerliche Situation, einen Steuerberater seines Vertrauens zu konsultieren. Generell gilt: Die Besteuerung erfolgt beim einzelnen Kommanditisten im Wege der Einkommenssteuererklärung als betriebliche Einkunft. Ein Kommanditist, der sich nur durch Leistung der Pflichteinlage an der KG beteiligt, unterliegt keiner Sozialversicherungspflicht.